Der Tod in Friedenau oder die Leidenschaft des Dr. Fontanelli

28. August 2010

Die Engel über den Türen und Toren der Aue sollen dem Ahnungslosen bedeuten – wir schützen dich, tritt ein.
Umso bestürzender der Fall eines Dachbodenfundes im Jahr 1946 in der Nähe des Perelsplatzes.

(Quelle: Wikipedia)
Ein praktizierender Hausarzt hatte sich im gutbürgerlichen Viertel, Macht über seine Patienten verschafft, sich Vollmachten ausstellen lassen, um deren Gehirne posthum plastinieren zu lassen. Bei seinem Namen konnte es sich nur um einen „Künstlernamen“ handeln. Der Mann war als Dr. Fontanelli bei der Ärztekammer registriert. Aber wie es Frauenärzte gibt, die Dr. Fummel heißen und Rektoskopisten die Frau Dr. Loch heißen, war es niemandem aufgefallen, dass Fontanelli eine Vorliebe für Fontanellen und alles was darunter liegt, hatte – nomen est omen.
Fasziniert vom menschlichen Gehirn und dessen Studium sammelte er 641 in Scheiben geschnittene Hirne. Die alte Frage aufwerfend, wo die Seele des Menschen sitze, antwortete er stets: „Im Gehirn, wo sonst!“ Diesen Ausruf gab ein alter Weggefährte zu Protokoll, den er regelmäßig im Grand Cru Club traf, einem Männer vorbehaltenen Weinkennertreffen.
Der Seelensammler wurde von der Neugier einer Putzfrau überführt, die den Dachboden, der auch den Krieg unbeschadet überstanden hatte, aufschloss und den grausigen Fund machte. Fontanelli, der eigentlich aus Uruguay stammte, flüchtete zunächst in seine Heimat um dem Rechtfertigungsdruck zu entgehen.
Aus dieser Zeit in Südamerika ist auch ein Briefwechsel erhalten, der zum einen den Namenswechsel Fontanellis belegt – er nennt sich nun Hermann Peter und zum andern belegen sie eine heftige Affäre in den frühen 60ern.

Aus dem Zusammentreffen zweier Welten – der Gelehrte und eine als „elfengleiche Indianerin“ beschriebene Eingeborene, ging ein Sohn hervor.
Fontanelli lies Frau und Kind 1963 in Uruguay zurück und ging mit einer kurzen Zwischenstation in Brüssel nach Frankreich. In dem kleinen Städtchen Lucy-le-Bocage eröffnete er eine Praxis – mit großem Erfolg. Sogar ein Autobahnrastplatz ist nach ihm benannt worden, er war ein angesehener Mann mit weitreichenden Kontakten.

Von seiner Lust am Forschungsobjekt Gehirn konnte er allerdings nicht lassen, wie nun ein Fund in England belegt. Die dort aufgetauchte Gehirnplatten-Sammlung ist noch umfangreicher als jene in Berlin, die damals der Charité übergeben wurde. Das Museum, dem man die Gehirne angeboten hatte, hatte vor dem Zuschlag Erkundigungen eingeholt und war über den Namen Dr. Fontanelli auf die Sammlung der Charité gestoßen. Die Sammlung Fontanelli bleibt die umfangreichste Sammlung menschlicher Gehirne weltweit. Auch wenn sich Frösteln und Gänsehaut beim Anblick einstellen, eine gewisse Faszination geht dennoch von ihr aus.

Wenn man die Engel in Friedenau sieht, dann sollte man daran denken, dass sie immer auch Wesen aus der Zwischenwelt sind, die ins Jenseits weisen. Wie wir dort hinkommen, das sollten wir nicht dem Arzt unseres Vertrauens überlassen oder in manchen hoffnungslosen Fällen vielleicht doch.
Dr. Fontanelli soll mit Schmerzmitteln, Potenz steigernden Substanzen und Stimmungsaufhellern immerhin nie gegeizt haben.1

  1. Alles Gute lieber Jan. []

Courrier accidenté, Crash Mail, Katastrophenpost

08. Januar 2010

„Courrier accidenté“, französisch für „Katastrophenpost“ (englisch: crash mail bzw. wreck mail), bezeichnet nicht den Steuerbescheid mit einer kräftigen Nachzahlung, nein er ist ein Fachbegriff aus der Philatelie (Briefmarkenkunde) und bezeichnet Post, die aus verunglückten Flugzeugen, Eisenbahnen, Schiffen oder Luftschiffen oder Space Shuttles (?) geborgen wurde.
Zu bestimmten historischen Ereignissen gibt es sogar Literatur, siehe: Arthur Falk: Hindenburg Crash Mail. The Search Goes on. Falk, Jericho N.Y. 1975 (englisch).
Dieses Sammelgebiet hat es in sich und Indiana Jones hat bestimmt ein Album in seinem Arbeitszimmer mit gesammelten Überbleibseln von nie angekommenen Schriftstücken, zu deren Geschichte er einiges zu berichten wüsste.

crash mail

crash mail


Wie zum Beispiel dieses Schriftstück, das aller Wahrscheinlichkeit nach, auf dem Weg über Griechenland in der Nähe von Athen unsanft landete. Die Recherche hierzu kann man hier nachlesen.

crash mail - Rückseite

crash mail - Rückseite

Auch wenn sich herausstellt, dass es sich bei dem Schriftstück nur um ein aufgeweichtes in den Regen gekommenes Papierchen handelt, so hat allein die Recherche einen Motor in Gang gesetzt, eine Geschichte zu erfinden, wie, warum und wieso der Brief auf Reisen ging und welches Schicksal mit seinem nicht ankommen verknüpft ist.

Wer das Ganze nur unter dem philatelistischen Gesichtspunkt betrachten möchte, dem sei „The Wreck & Crash Mail Society“ empfohlen, da kann er sich mit Gleichgesinnten austauschen. Diese Organisation gibt auch vierteljährlich das Journal „La Catastrophe“ (siehe unten) heraus, in dem die Forschungsergebnisse der vier Abteilungen (Flugzeugabsturz, Eisenbahnunglück, Schiffsunglück und eine Gruppe mit dem Titel „the Suspended Mail/Conflicts Study Group“) dokumentiert werden. Die letzte Gruppe widmet sich allen Katastrophen, die nicht durch die anderen Felder abgedeckt sind: räuberische Entführung, Erdbeben, Brände, Vulkanausbrüche, Flut, Terrorismus, u.s.w.

Critique of La Catastrophe

Abgetaucht

06. Januar 2010

Aus der Reihe: „Freunde kommen und gehen“.
Da hat man Tage und Nächte miteinander verbracht und plötzlich verschwindet das Gegenüber wie es scheint spurlos:
Mit Matthias Kühn ist es mir so gegangen. Über ihn schrieb Matthias Kehle in seinem Blog schon im Dezember 2008, dass er „leider nicht mehr für die Öffentlichkeit schreibt.“ Ein echter Verlust, da auch Kehle ein Fan seiner Schreibe war: „Ich erinnere mich, wie ich eines seiner Roman-Manuskripte während einer halben Nacht verschlungen habe.“
Auch ich habe immer gerne seine Texte gelesen und mein letzter Kontakt mit ihm bestätigt die Vermutung, er will nicht mehr.
Darf man einen Autoren zu seiner Berufung zwingen?
Es wäre so schön, wieder etwas von ihm zu lesen…

# 68 Willkommen zurück?

04. Januar 2010

flaggezwei_jahre_frankreich
Das war´s gewesen. Aus. Schluss. Vorbei. Finito musica.
Der Auslandsreisende sollte in keinem Fall vergessen, dass man irgendwann wieder zurückkommt. Von den Ereignissen überrollt, steht man dann in der alten neuen Wohnung, hat noch 50 Kartons im Keller und wundert sich, dass das Leben der anderen auch weiterging.
Mit Lichtgeschwindigkeit verflog die Zeit dahin. Die Eindrücke schlummern in Fotokisten, die zu verstauben drohen. Vieles wird vor dem Wegwerfen nicht mehr angerührt werden. Die Zeit ist vorbei und bleibt, wenn überhaupt, nur als Spurenelement zurück: der letzte normannische Sand im Auto, die zusammengesuchten Ausstellungsgegenstände für einen Rückblick, die Sinneseindrücke und Gedanken, die Inspirationen, alles droht mit einem Mal weggefegt zu werden vom Schlamm des Alltags.
Ehemalige Bande sind gerissen, andere wurden gestärkt.
Die Zeit im Ausland fliegt wie eine große Blase an einem vorbei. Das Ganze zerfällt in seine Einzelteile:

Splitter

Splitter


Verweile doch! Nichts da!
In der Neujahrsnacht habe ich dann auch noch meinen kleinen Anhänger verloren, Frankreich und einen Handschuh. Was bleibt, frage ich mich gar nicht mehr, die Antwort kennen wir Pessimisten.

Whatever works – oder warum bei Woody Allen immer Mikrophone ins Bild hängen

21. Dezember 2009

Woody Allen in Höchstform. Wie er es immer wieder schafft, Filme eher im Kopf als auf der Leinwand ablaufen zu lassen: Großartig. Menschen finden zusammen, gehen auseinander, ändern sich grundlegend. Der Zynismus des Protagonisten, der Kindern Schachunterricht erteilt, macht vor nichts halt und dennoch ist der Film von einer positiven Aussage getrieben: Liebe sich wer kann. Dieser „Whatever works“ könnte auch ein Theaterstück sein, Filmtechnik braucht der Mann nicht unbedingt, um seine Geschichten zu erzählen.

Apropos Filmtechnik?
Wer schreibt bitte endlich die Doktorarbeit über die Mikrophone, die bei Woody Allen dauernd von oben ins Bild hängen?

Mögliche Erklärungen für die Mikros im Frame bei Woody Allen Filmen:

1. Es muss und soll so sein. Der Zuschauer muss daran erinnert werden, dass er auf eine Leinwand schaut und soll nicht allzu tief in den Film eintauchen. Zu jeder Zeit muss ihm bewusst gemacht werden, dass er nur Konsument eines Kunstproduktes ist.

2. Die Technik, bzw. der Cache ist Schuld.
Normalerweise sorgt der Kameramann dafür, dass das Mikrophon nicht im Bild von oben reinragt und die Aufnahme wird wiederholt.
Nachträglich kann man das Mikro hinter einem Cache verschwinden lassen, muss aber entweder ein schwarzer Balken drüber legen (der das Filmbild verkleinert) oder aber der Kameramann hat für die Fernsehauflösung kadriert – diese verschluckt einfach ein paar Zeile oben und unten und das Mikrophon ist dann nicht mehr zu sehen.
Im Kino wird aber das volle Bild gezeigt und da kann dann das Mikrophon am oberen Bildrand wieder auftauchen. Naja, diese Erklärung befriedigt nicht wirklich.
Gegenargument: Das müsste er nach 35 Jahren Filmemachens langsam wissen.

3. Der Typ der die Angel (Stab an dem das Mikrophon befestigt ist) führt, gehört seit 20 Jahren zum Team und keiner will ihm sagen, dass er gelegentlich hinter seiner Gerätschafft einnickt und das Mikrophon schlagartig ins Bild hinein baumelt.

Vielleicht gibt es noch andere Gründe, die mir gerade nicht einfallen wollen.
Es ist in jedem Fall nicht der erste Woody Allen bei dem mir das auffällt und ich neige zu Option 1.

Whatever Works: Liebe sich wer kann auf facebook
Offizielle deutsche Seite des Films: Centralfilm
„Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich möchte nur nicht dabeisein, wenn’s passiert.“ Woody Allen

Tag der Sklavenbefreiung

20. Dezember 2009

Während andere an diesem Tag schlicht ihren Geburtstag feiern, tobt auf der französischen Insel La Réunion der Bär.

So feiert man unter anderem auch jedes Jahr am 20. Dezember das Fest der Sklavenbefreiung. Der Geschichte nach, gab es im Jahre 1818 auf der Insel rund 70.000 Sklaven und lediglich 17 000 unabhängige Leute, damit lebten zu dieser Zeit vier Mal mehr Leibeigene auf der Insel. Der Grund für diese Überbevölkerung an Sklaven war der hohe Bedarf an Arbeitskräften auf den Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen. Im Dezember 1848 wurde schließlich auch auf La Réunion die Abschaffung der Sklaverei verkündet und dadurch über 60.000 Sklaven zu freien Menschen.

Heute wird der 20.Dezember auf La Réunion als „Tag der Sklavenbefreiung“ bezeichnet und ist auf der Insel im wahrsten Sinne des Wortes ein „Feier“-Tag.

Titel it!

06. Dezember 2009

entspannter_nikolaus
Dieser Vertreter macht es richtig, nicht mit einem alten Fiesta von Bescherung zu Bescherung hecheln, nein, ganz lässig…
Also los1:
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filmmogul wird wordpress untreu. Vielleicht.

20. Oktober 2009

Ich kann es nicht anders ausdrücken: Untreue! Mit dem neuen Blog, den ich bei tumblr eingerichtet habe (filmmogul.tumblr.com) kann ich für meine Begriffe schneller posten, vor allem auch von unterwegs. Klar geht das mit WP auch, aber ein wenig umständlicher. WP will ja in der neuen Version 2.9 Beta am Medientool arbeiten. Das käme mir sehr gelegen.
In der Leiste rechts kann man die neuesten Einträge aus tumblr sehen, mit einem Klick auf die blau unterlegten Überschriften oder das Datum kommt man zum Post in voller Länge. Viel Spaß.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

02. Oktober 2009

Wo war nochmal der kleine Hund?
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Who the fuck is Don Hopkins?

17. September 2009

Bei der Bereinigung von unerkannten Freunden auf facebook, kam mir so mancher interessante Fisch ins Netz geschwommen. Zum Beispiel ein Herr Scheer, der sich als ein anderer ausgibt, als er ist (ein Fall für „Avatare und Identitätsschwindel“ etc. pp), aber auch solche wie Mr. Don Hopkins.
Eine Freundin hat ihn in Amsterdam kennengelernt und nun wollte ich ihn auch mal näher kennenlernen, da er unter anderem der Mit-Erfinder oder Programmierer von den Sims ist. Wie es zu den Sims kam, hat er ihr gleich am ersten Abend erzählt. Die Bude eines Freundes war abgebrannt und da haben sich die Freunde an den Rechner gesetzt und ihm eine digitale neue Behausung gebaut…
Derzeit will er wieder an der Seite von Will Dazu schreibt er:

I just quit my job at TomTom to work with Will Wright again, for his start-up Stupid Fun Club. He just left EA to work on SFC full time, and …

Er berichtet von seinen Versuchen als VJ und schickt mir eine ganze Liste seiner Werke:

Programmieren müsste man können.

Fragt mich bitte nicht, was da gewarpt wird: WarpOMatic eben. Es sieht nach einer Portion zu viel geraucht aus:

Perlen der Werbeunterhaltung

17. September 2009

Auch wenn ich nicht unbedingt hinter dem beworbenen Produkt stehe (ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Samsung-Handy überhaupt in der Hand gehabt zu haben), so finde ich doch diese Sammlung von Werbespot durchaus gelungen. Vor allem der Igel, der die Welt regiert und dann die Kontrolle über seine Sitzsteuerung verliert, hat es mir angetan.
Auf diesen Film bin ich bei einer Recherche für meinen neuen Arbeitgeber zu einem neuen Samsung-Handy gestoßen. Die News kommt dann später.

Die Franzosen und das Englisch

30. Juni 2009

Ab und an schleichen sich Worte in die französische Sprache, die die Académie française noch nicht kennt und auch nicht kennen will. Man hütet die französische Sprache und will sie gegen diese englischen Pfui-Worte schützen, um nicht zu sagen man konserviert und balsamiert sie.
Mutige nutzen Worte wie „flyer“ und im Radio kündigt man sogar „hits“ an, aber man spricht es französisch aus: die neuesten its!
Wieder andere versuchen sich auch in der Schriftform.
Dazu habe ich folgende Karte unter den Wischer geklemmt bekommen:
chunky_pizza001
Das ging ja gerade nochmal gut.
chunky = bullig, globig, grob geschnitten (letztes auf Fleisch bezogen)
junky = schrottig
junk = Müll
Allein die Verwechslungsgefahr legt eigentlich nahe, seinen Laden nicht unbedingt „chunky´s pizza“ zu nennen, aber es soll dennoch gut schmecken.

Titel it!

19. Mai 2009

sonne_hinter_wolke
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Hacking: Krieg im Kinderzimmer leicht gemacht

18. Mai 2009

hulklauncher
Heute mal ein völlig unangebrachter Hinweis auf neueste „Kinderzimmer productions„. Damit gieße ich Wasser auf die Mühlen der von der Leyen, die so gerne ihre geliebten Internetsperren einführen möchte. Es gibt so viele Anwärter für diese Sperren, zum Beispiel die derzeit verfügbaren Knarren auf dem Spielzeugmarkt.
Mit ein bißchen Grips und der erforderlichen Hacking-Anleitung kann man Dinge hervorbringen, die es mit Sicherheit auf Anhieb auf den Index der von der Leyen schaffen: z.B. die auf hack a day vorgestellte Maschine zum Abballern unautorisierter „Kinderzimmerbesucher“. Besser gesagt, das hierzu gedrehte Lehrvideo. Es zeigt auf angst einflößende Weise, wozu ein Durchschnitts-Freaks mit Bastelkenntnissen heute fähig ist.
Wenn man schon mit einem Computer, ein wenig Technik und einer Spielzeugknarre so eine Maschine bauen kann, die Zielerkennung, Ausweiskontrolle und bei nicht Identifikation die „Liquidation“ vornimmt, dann will ich gar nicht wissen, was die Militärs alles in ihren Stuben zusammenmontieren.

Beim vorgestellten Video handelt es sich um die Anleitung zum Hack eines
Hasbro Nerf N Strike Vulcan EBF-25 Blasters
, den man schon ab 6 Jahren empfiehlt.
Andererseits zeigt das Video auch, was Hacking mal im uranfänglichen Sinn bedeutete: alles was man aufschrauben kann, soll man aufschrauben, um es zu verstehen. Nur so kann man zu Erkenntnissen kommen. Wie man die gewonnenen Erkenntnisse dann anwendet, das steht auf einem anderen Blatt.

Weicheiwörter – völlig aus der Mode gekommen

14. Mai 2009

weicheiworter
Anbei eine Liste von Wörtern, die bei einem Wettbewerb des Radio Senders FFH eingereicht wurden. Als Förderer der Weichei-Wörter kann Harald Schmidt gelten, der mit seinem „Warmduscher“ den Trend gepusht hat. Was dann alles danach kam, ist teils von fragwürdiger Qualität, so zum Beispiel große Teile der Datenbank der Synonyme für Weichei-Wörter.
Ich liebe die Sammlung der Radiomacher, weil sie die deutschen Sprach-Baukasten-Vorteile voll ausnutzen und somit eine sprachliche Einzigartigkeit darstellen. Die Franzosen brauchen für eine solche Umschreibung mindestens einen Nebensatz.
Außerdem werden sie diese Jahr schon 10 Jahre alt, also Zeit für ein Comeback.
Sauna-Unten-Sitzer, Unterhosenbügler, Festnetztelefonierer, Frauenversteher, Laternenparker, Backofenvorheizer, Seerosen-Gießer, Mahngebühren-Bezahler, Beckenrand-Schwimmer, Koffeinfreitrinker,
Beipackzettel-Leser, Mittelspurfahrer, Christbaumkugelnpolierer, Süßfrühstücker, Vorgesetzten-Aktenkofferträger, Kissenknicker, Käserindenabschneider, Ampel-Gelb-Bremser, Apfelschäler, Strohsternbastler, Foliengriller, Vorwärts-Einparker, Chef-Grüsser, Handschuh-Träger, In-Fahrtrichtung-Sitzer, Lametta-Bügler, Sockenfalter, Andy-Möller-Fan, Mandarinen-Entkerner, Mit-Besteck-Esser, Brustbeutel-Träger, Neujahrs-Nichtraucher, Klamotten-am-Vortag-Rausleger, Frauennamenannehmer, Verfallsdatum-Leser, Warmbadetag-Schwimmer, Vorabend-Einchecker, Benzinpreis-Vergleicher, Brötchen-über-der-Spüle-Aufschneider, Sitzpinkler, Zahnarzt-Termin-Verschieber, Traubenkern-Ausspucker, Lindenstraßen-Kucker, Mädchen-Zeuger, Schlafzimmerheizer, Enten-Fütterer, Mondfinsternis-Aufsteher, Garagenparker, Namen-Nenner, Tastatur-Abdecker, Standheizungs-Fernbediener, Comic-Socken-Träger, Happyendheuler, Happy-Hour-Trinker, Pauschalurlauber, Landungsklatscher, Alle-Die-Mich-Kennen-Grüsser, Handbuch-Leser, Reh-Streichler, Abspann-Gucker, Wärmflaschen-Schläfer, Balkon-Raucher, Stummrülpser, Duftbaum-Fahrer, Einfach-Millionär, Chef-Witz-Lacher, Labello-Benutzer, Pfützen-Umläfer, Photo-vom-Freund-im-Portemonnaie-Dabeihaberin
Räumfahrzeug-hinterher-Fahrer, Weinschorle-Trinker, Buch-zum-Film-Leser, Zahnpasta-Tuben-Aufwickler, Offline-Leser, Sitz-Büglerin, Cabrio-Geschlossen-Fahrer, M&M’s-Nach-Alphabet-Esser, In-Die-Hand-Huster, Handy-Am-Gürtel-Träger, Rabatt-Marken-Sammler, Semmel-Brösel-Sortierer, Sitzplatz-Reservierer, Benzinverbrauch-Ausrechner, Aspirin-Vor-Dem-Schlafengehen-Einnehmer, Abschieds-Heuler, Moorhuhn-Beschützer, Bei-Mami-Wascher, Gewinn-Mitnehmer, Haustür-Zweifach-Abschließer, Teletubbies-Zurück-Winker, Überraschungs-Ei-Schüttler, Wechselgeld-Nachzähler, Kassenzettel-Nachprüfer, Blumen-Bequatscher, Kinder-Karussell-Fahrer, Rechts-Links-Wangen-Bussi-Geber, Glatzenkämmer, Samstags-Auto-Wascher, Zwei-Ärzte-Aufsucher, „Gute Nacht, John Boy“-Sager, Geheimzahl-Aufschreiber, Kanaldeckel-Ausweicher, Bei-Gefahr-Dackel-Hochnehmer, Hörnchen-Tunker, Umgehungsstraßen-Befürworter, Supi-Sager, Spülhandschuh-Träger
UPDATE:
Ein ganz wichtiges, welches vor 10 Jahren noch nicht sehr geläufig war, fehlt: Internet-Ausdrucker

Titel it!

13. Mai 2009

bin_lade_in_brasilien
Ihr könnt es jetzt glauben oder nicht, aber Bin Laden versteckt sich in Südbrasilien. Der schlagende Beweis siehe oben. In der schäbigen Hütte bringt er Essen und anderen westlichen Kram an den Mann.

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Mein Artikel zur E-Petition gegen Internetsperren ist online

08. Mai 2009

gulli_news_on_top
Der Artikel auf gulli zur E-Petition50000 und wie geht es weiter?“ hat es an die Spitze der News geschafft, das freut mich ungemein. An dieser Stelle möchte ich auch mein Doppelleben als double screening aufdecken. Unter diesem Namen habe ich bereits mehr als 100 Artikel für gulli geschrieben.

Titel it!

06. Mai 2009

plage_de_tregastel
Heute mal ein sehr altes Foto, dass ich zufällig noch in einer mitgenommenen Fotokiste fand. Es beginnen mir meine Fotos zu fehlen, die vielen Kisten, die nun eingemottet in einer Garage darauf warten, dass ich sie wieder auskrame.
Das Foto oben habe ich mit einer alten Practica vor fast 20 Jahren gemacht. Obwohl schlecht belichtet gefällt es mir immer noch.

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Titel it!

05. Mai 2009

boot_in_gibs
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Inside 13 – AAHHH!

04. Mai 2009

AAAAAAAAH! Im französischen sagt man: „N´a pas peur!“, Hab keine Angst!
Heute mal eine Studie aus dem Skizzenblock: Auf wenigen Quadratzentimetern liegen das Kind und der Jugendliche nebeneinander.

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(c) falcon 2009
Verwendung unter CC Lizenz, nicht kommerziell, mit Namensnennung.