Bandgedanken

Meine schöne Band-Experience von gestern Abend (nachzulesen hier) hat mich auf die Idee gebracht, man könnte mal doku-artig hinter die Kulissen einer solchen Freizeitband schauen, und in das Alltagsleben der einzelnen Musiker.
Was tun die Leute die ganze Woche lang, bevor sie sich wieder zum Musik machen treffen? Befassen sie sich auch zuhause mit ihrer Band-Musik? Wo arbeiten sie? Was tun sie dort? Wissen ihre Geschäftspartner und Bürokollegen von ihrer musikalischen Seite?
Ich hab oft erlebt, erst nach Jahren einer geschäftlichen Bekanntschaft zu erfahren, dass jemand auch Musik macht, gerne trommelt, singt oder ähnliches. Viele Menschen machen Musik, manche sogar verdammt gute – aber die wenigsten wissen davon.
Für mich ist diese wöchentliche Bandprobe eine Rettungsinsel, ein Regenerationsabend, ein Comeout und Fallenlassen, eine Nahrungsquelle für die Seele.

2 Antworten zu “Bandgedanken”

  1. Anonymous Sagt:

    Nun ja, lies mal „Fleisch ist mein Gemüse“ von Heinz Strunck. Das ist die unglaublich deprimierende Lebensrückschau eines Profimusikers, der die Musik zum Beruf gemacht hat, an den Wochenenden von Provinzkaff über Schützenfest zu Provinzkaff fährt und dessen Privatleben, öhem, darunter mehr als leidet.
    Witzige Lektüre für Freunde des abseitigen Humors und das genaue Gegenteil des gerade von Dir vorgeschlagenen Themas, wie ich gerade merke…
    Trotzdem irgendwie anrührend.
    Grüezi,
    Mischa

  2. Etosha Sagt:

    Gegenteil zwar, ja, aber klingt trotzdem nett… ich fahr ja bald auf Urlaub, da kann ich sicher was zu lesen brauchen.

    Die Musik zum Beruf machen, das ist so eine Sache. Musik ist Seelenarbeit. Singen ist Seelenarbeit. Wenn man durch Termine und Tourneen dazu gezwungen wird, Musik zu machen, kann einem sicher sehr schnell die Energie ausgehen. Wenn man von sich etwas geben muss, wider Empfinden und besseres Wissen. Ich jedenfalls würde mit keinem Superstar oder auch nur Vollprofimusiker tauschen wollen.

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