Ein Jahr Frankreich # 32 – 6.6.1944 – Die Landung – Le Debarquement

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Meine wenig feinfühligen Nachbarn haben mir, nachdem wir von unserem Ziel Normandie berichtet haben, ein wenig Lesestoff geschenkt:
Aus „Normandie – Deutsche Kriegsgräberstätten“ (ja, das meinten die zwar nicht so, aber naja).
6.6.1944 Landung Normandie
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Über jene betagten Nachbarn erfahre ich aber auch wichtige Details:
1. jeder Franzose hat einen Bildband über die Landung in der Normandie im Schrank stehen und
2. Die Normandie arbeitet immer noch mit dem Image des besetzten bzw. befreiten Landes.
3. Trotz allem ist man nicht nachtragend, so langsam wächst Gras über die Sache, auch wenn einem als Deutscher sofort mulmig wird, bei der Konfrontation mit der Geschichte.
Souvenir du debarquement
Im Museum direkt am Strand von Utah-Beach erfahre ich, dass die Landung um ein Haar schiefgegangen wäre, die Truppen landeten 1800 m weiter südlich. Das Ergebnis dieses „Fehlers“ sie landeten außerhalb der Reichweite der deutschen Geschütze! Ein Glück passieren manchmal Fehler, die sich als Segen herausstellen.
utahbeachmuseum
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Alle par Kilometer, gibt es ein Museum mit Wehrmachts und Alliierten-Plunder. Alle Kilometer wird man auf die „Voie de la Liberté“ aufmerksam gemacht. Sie markeiert den Weg, den die Alliierten nahmen, um Frankreich und die Welt von Hitlerdeutschland zu befreien.
voie de la liberté
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„Les bornes de la voie de la liberté“ (Meilensteine) Hier in Valognes vor dem Rathaus.
Valognes 1944, Normandie, France
Nach der Landung am 6.Juni hat es noch geschlagene 14 Tage gedauert, bis die Menschen in Valognes befreit wurden, obwohl das nur 30 Kilometer Ackerland sind. Der Dampfhammer des Krieges fiel hier besonders heftig. Nur einen Moment später müßte dann auch unser St. Martin le Hébert befreit worden sein.

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