Sarkozy streicht die Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

flaggezwei_jahre_frankreich
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Frankreich soll eine Qualität wie BBC haben, am liebsten bald und ohne Werbung.
Eine Meldung auf ntv geht davon ausgeht, dass diese Reform ohne Steuererhöhung nicht auskommen wird.
Eine neue Steuer, soll Internetprovider und Handytarife, sowie die privaten Fernsehsender „geringfügig“ belasten. Die Privaten, die von der Regelung am meisten profitieren, sollen für das Qualitätsfernsehen der anderen zahlen und den Werbeausfall der staatlichen Sender kompensieren.
Sarkozy „bedient“ damit ganz nebenbei wieder einen seiner Freunde, den Chef des Privatsenders TF1 Martin Bouygues (Trauzeuge und Taufpate einer seiner Söhne).
Werbung wird zunächst auf den beiden staatlichen Sendern ab 20 Uhr verboten, von 2011 an soll es gar keine Werbung mehr im Staatsfernsehen geben.
800 Milliarden Euro jährlich weniger, da fürchtet manch ein Redakteur, dass er in Zukunft nicht Qualitätsfernsehen, sondern Qualfernsehen machen muss.

Kritiker werfen Sarkozy vor, er habe die Neuregelung in erster Linie deswegen vorangetrieben, um den Privatsendern Gutes zu tun. Bouygues wehrt sich gegen die Vorwürfe, er profitiere von seiner Nähe zum Präsidenten. Die Tatsache, dass er mit Sarkozy befreundet sei, dürfe ihm nicht zum Nachteil gereichen, betonte er.

soweit ntv.

Ja, nicht zum Nachteil gereichen, kann man auch als – „muss sich für mich in jedem Fall für mich auszahlen“ lesen und das tut es ja.

Außerdem wird nun der Chef des Staatsfernsehens vom Staatschef ernannt.
Basta! Zack, wieder eine Reform durchgepeitscht, wieder einen Spezi reich gemacht. Das ging doch bei uns nur in Bayern, oder?

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