# 68 Willkommen zurück?
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Das war´s gewesen. Aus. Schluss. Vorbei. Finito musica.
Der Auslandsreisende sollte in keinem Fall vergessen, dass man irgendwann wieder zurückkommt. Von den Ereignissen überrollt, steht man dann in der alten neuen Wohnung, hat noch 50 Kartons im Keller und wundert sich, dass das Leben der anderen auch weiterging.
Mit Lichtgeschwindigkeit verflog die Zeit dahin. Die Eindrücke schlummern in Fotokisten, die zu verstauben drohen. Vieles wird vor dem Wegwerfen nicht mehr angerührt werden. Die Zeit ist vorbei und bleibt, wenn überhaupt, nur als Spurenelement zurück: der letzte normannische Sand im Auto, die zusammengesuchten Ausstellungsgegenstände für einen Rückblick, die Sinneseindrücke und Gedanken, die Inspirationen, alles droht mit einem Mal weggefegt zu werden vom Schlamm des Alltags.
Ehemalige Bande sind gerissen, andere wurden gestärkt.
Die Zeit im Ausland fliegt wie eine große Blase an einem vorbei. Das Ganze zerfällt in seine Einzelteile:
Verweile doch! Nichts da!
In der Neujahrsnacht habe ich dann auch noch meinen kleinen Anhänger verloren, Frankreich und einen Handschuh. Was bleibt, frage ich mich gar nicht mehr, die Antwort kennen wir Pessimisten.
Tags: Austausch, Frankreich, Normandie

04. Januar 2010 at 21:56
Hoppla, hört sich ja nicht so gut an. Trotzdem: Willkommen zurück!
06. Januar 2010 at 14:20
eine Betrachtung aus kardiologischer Sicht:
Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge
Kenne dieses Gefühl, wenn auch nicht aus dem Erleben einer Auslandserfahrung.
Finde in meinem Auto dank der Kinder oft noch tonnenweisen Sand vom letzten (vorletzten?) Ostseeurlaub, verblichene Parkscheine vom Büsumer Hafen, Einkaufszettel mit “Holzkohle und was zum Grillen”
Gerade zum Jahresbeginn wechseln Ende und Anfang unserer Erinnerungen und Eindrücke.
Aber letztlich ist der Anfang schon die Hälfte vom Ganzen.
07. Juni 2011 at 00:23
Also wirklich zurück bist du ja nicht, oder bleibt es bei so wenig Beiträgen im Jahr?