Artikel mit ‘Hummer’ getagged

Die Amis und der Hummer – Steak Lobster

Freitag, 20. März 2009

steak-lobster
Sie wissen wie es weitergeht?
Ja, jetzt nimmt der Dicke die Ketchup-Flasche und ertränkt das Gegrillte. Schlingen, mit Bier nachspülen und sich den Hummerschwanz aus den Zähnen pulen…
Danke, nein Danke.
Das Grillen haben sie mitgenommen nach Amiland, aber den Geschmack(ssinn) haben sie in Europa vergessen.

Wahre Hummerliebe

Dienstag, 10. März 2009

hummer_schlummer
Ja, wer will das nicht? Hummer sind einfach überall.
Aus dem sehr empfehlenswerten Kinderbuch von Nadia Budde „Flosse, Fell und Federbett“.

Hummer vor Helgoland

Freitag, 06. März 2009

Meine Anfrage an das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft kurz awi wurde bestätigt: Es werden noch Hummer im Institut auf Helgoland gezüchtet und es gibt sogar eine Doktorandin, Isabel Schmalenbach, die die Hummerzucht ein wenig in Szene gesetzt hat:
hummerzucht_halle6
(c) Foto I.S.
Auf der Seite finde ich noch etwas:
hummer_beim_sex
(c) Foto von M.Janke.
Ja, auch Hummer haben Sex. Den gesamten Artikel dazu gibt es hier (Hummer beim Befruchten)
Weiteres auf Helgoland Lobster.
In der Email heißt es weiter:

„In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Helgoland bietet die Biologische Anstalt Helgoland, die zur Stiftung Alfred-Wegener-Institut gehört, auch die Übernahme von Patenschaften für Hummer an. Nähere Infos dazu finden Sie auf der Webseite:

http://www.helgoland.de/interessen/forschung-und-lehre.html#c986

Folke Mehrtens
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
in der Helmholtz-Gemeinschaft
An der Neuen Schleuse 32
27568 Bremerhaven
http://www.awi.de“

Also auf zur http://www.helgoland.de/interessen/forschung-und-lehre.html#c986!

Hummerzucht – früher und heute

Dienstag, 03. März 2009

Vom Größenwahn geritten, beschäftige ich mich gerne mit einem krisensicheren Unternehmen: der eigenen Hummerzucht. Aber ich muss feststellen, nichts ist vergänglicher als digitale Links. Platzierte ich hier (in einem früheren Artikel über den Song „Demolition Lobster“) gleich drei Links zu Hummerzucht und Hummerfang, so sind diese nur kurze Zeit später ALLE nicht mehr gültig.
demolitionlobster
Da lobe ich mir doch ein altes Buch, eine Schwarte von 1919, in der man auch in Hundert Jahren noch blättern kann.
In der „Zeitschrift für technische Biologie“ aus dem Jahre 1919 findet sich ein Artikel von Albrecht Hase in dem er schreibt:

„Weitere eminent wichtige Aufgaben aus der wasserwirtschaftlichen
Zoologie, wie: die Frage der Zucht von marinen Fischen, von Austern, Mießmuscheln , Klaff muscheln , die Frage der Hummerzucht, die Frage nach der Nutzbarmachung von Plankton usw. usw. werden meines Erachtens nur dann in befriedigender Weise zu lösen sein, wenn man mit technischem Denken an sie herantritt.“

Herr Hase hatte Recht. Die Hummerzucht ist ohne technisches Denken zum kläglichen Scheitern verurteilt. Sie ist aufwendig und nicht jeder Tümpel taugt dazu.
In der wissenschaftlichen Arbeit „Berichte zur Polar- und Meeresforschung, 412“ aus dem Jahr 2002 von Bela Hieronymus Buck finde ich folgenden aufschlussreichen Text.

„Projekte und Studien mit Kandidaten:
Crustaceen
Der Hummer Homarus americanus, der entlang der Ostküste der USA unter einem intensiven Fischereidruck steht, soll zur Sicherung des Hummerbestandes in die marine Aquakulturzucht aufgenommen werden (GOLDSTEIN, 1998). Versuche, Hummer zu kultivieren, gab es schon seit dem Jahre 1880 (ADDISON & BANNISTER, 1994). Ab 1885 wurden sie dann auch erfolgreich gezüchtet (RATHBUN, 1986).
In St. Andrews, New Brunswick/Kanada, gibt es seit 1974 die erste Hummerzucht. Jedoch wird die Hummerzucht mit großem Aufwand betrieben. Es sind unterschiedliche Aufzuchtssysteme, wie Kreiseltanks für Larven und Zuchtkästen (condo trays) für Juvenile, erforderlich. Hälterungsbecken müssen unterschiedliche Temperaturen haben, 8-10°C für trächtige Weibchen und 18°C für das Aufwachsen der Larven und der juvenilen Hummer. Weibchen aus Wildfängen durchlaufen einen längeren Gesundheits-Check und verbleiben einige Wochen in Quarantäne, bevor sie in der Zucht verwendet werden.“

Und weiter:

„Hummer
Die U.S. Fisheries Commission begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der
Produktion von Hummerlarven, um den Nachschub an Hummern als Nahrungsmittel bzw. für Restocking-Projekte zu sichern, doch große Erfolge blieben aus. Auch in Europa (Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Niederlande, England) wurden Hummerkulturen erprobt, blieben allerdings ähnlich erfolglos wie in den USA (BARDACH et al., 1972). Nachfolgend wird am Beispiel der Hummerzucht auf Helgoland (Biologische Anstalt Helgoland [BAH], AWI) das arbeitsintensive Verfahren näher erläutert, welches die geringen Kapazitäten an marktfähigen Hummern verdeutlicht. In der BAH erden seit vielen Jahren Hummer gezüchtet. Die Larven stammen von eiertragenden Weibchen, die der Station von den Fischern überlassen werden.
Der Hummerfang ist zwar gestattet, jedoch gibt es gesetzliche Auflagen und die Übereinkunft, trächtige Weibchen für Zuchtzwecke abzugeben. Da die Hummerfischer auch aus Eigeninteresse handeln, ist so der Nachschub an Eiern gesichert. Die Hummerzucht ist sehr arbeitsintensiv und erfordert einen mehrjährigen Aufwand (JANKE, pers. Komm.). Die Embryonalentwicklung dauert von der Paarung an 1-2 Jahre. Nach dem Schlüpfen beginnt die pelagische Larvalphase, die sich über vier Stadien weiter bis zum Junghummer entwickelt. Dieser Prozeß kann je nach Temperatur unterschiedlich lange dauern: bei 10°C ca. 100 Tage, bei 18°C ca. 4 Wochen (MEHRTENS, pers. Komm). Bei höheren Temperaturen
können sich die Tiere zwei mal pro Jahr häuten (BARDACH et al., 1972).
Daher wird in der Station auf Helgoland das benutzte Wasser erwärmt, was einen hohen technischen Einsatz und weitere Kosten erfordert.
Bei Erreichen des Stadiums IV haben die Tiere eine Größe von etwa 8 mm (Carapax-Länge) und müssen einzeln gehalten werden, da sie kannibalistisch sind und sich gegenseitig anfallen und verletzen könnten (in der freien Natur gehen sie sich aus dem Weg). Folglich braucht jeder Hummer ein eigenes Gehege mit Versteckmöglichkeiten. Größere Hummer könnten gemeinsam in Gehegen gehalten werden, wenn man ihre Scheren zubindet. Während der Häutungsphase müssen die Hummer allerdings wieder einzeln gehalten werden.
Bei der geringen Wachstumsrate erreichen die Hummer nach ca. 4-5 Jahren (temperaturabhängig) ihre Mindestgröße und wiegen etwa 500 g. Zu diesem Zeitpunkt würden sie auf Helgoland einen Marktwert von etwa 50 DM haben (MEHRTENS, pers. Komm.). Ein Hummer aus Wildbeständen erreicht seine Marktreife erst nach 10 Jahren, was wahrscheinlich mit den geringen Temperaturen in der Nordsee zusammenhängt (JANKE, pers. Komm.).
Die adulten Hummer werden im Sommer 2-3 mal wöchentlich mit Fisch, Garnelen oder Strandkrabben gefüttert, im Winter nur 1-2 mal in der Woche. Juvenile Hummer erhalten 2 mal wöchentlich Asseln. BARDACH et al. (1972) schlägt im Sommer eine tägliche, im Winter eine wöchentliche Fütterung vor. So werden zwar pro kg Hummerfleisch 8 kg Futter benötigt, dafür ist der Hummer aber schon nach 4 Jahren marktfähig. Extra entwickelte Futterpellets reduzieren die Futtermenge und sind erfolgreicher. Da Hummer nachtaktiv sind, können Futterreste am Tage entfernt werden. Weiterhin brauchen die Hummer in den Anlagen an Land ein großes Durchlaufsystem mit hoher Durchflußrate. Das Wasser muß gefiltert und temperiert werden.
Nach einer gewissen Abwachsphase (in der Regel ein Jahr; Größe 1-2 cm;
markiert) werden auf Helgoland jedoch die Hummer wieder ins Meer entlassen. Es handelt sich hierbei also um ein reines Restocking-Programm. Würden die Hummer in einer Offshore-Farm in Käfigen gehalten, müßten die Hummer in regelmäßigen Abständen gefüttert werden, was die Zucht zu einer intensiven Aquakultur machen würde. In den Offshore-Parks ausgesetzte Hummer müßten am Verlassen des Gebietes gehindert werden, denn Hummer können einige Kilometer pro Nacht wandern. REISE (pers. Komm.) empfiehlt, den Hummern Schutz zu bieten, indem künstliche Unterschlupmöglichkeiten aus Autoreifen, Wellblechdächer u.v.m. geschaffen werden. Die Firma HYDROM Environnement aus Frankreich konstruierte für das Projekt „Artificial Reefs Deployment: Offshore Wind Turbines“ künstliche Riffe. Für den Hummerunterschlupf wurde der KHÈOPS® entworfen und befindet sich in der Testphase (LEFÉVRE, pers. Komm.). Die Hummer würden durch das Angebot an künstlichem Hartsubstrat das Gelände aufgrund umliegender Weichböden nicht so schnell verlassen. Über traditionelle Techniken können dann die Hummer später wieder abgefischt werden. Die Nachfrage für Hummer ist seit Jahren ungebrochen vorhanden, das heißt, der Absatz wäre garantiert.“

Das Fernsehen und seine Berichte dazu kann man vergessen. Spätestens nach ein paar Jahren fallen sämtliche Bänder in die Totenstarre:
Am Freitag, den 29. Juni 2007, gab es im BR eine Sendung „Faszination Wissen“ (13.30-14.15), in der von einer Hummerzucht vor Helgoland berichtet wurde. Nach dem Text oben zu Urteilen handelt es sich wohl um die beschriebene Forschungsstation: Biologische Anstalt Helgoland [BAH], AWI.
Der Bericht über die Thüringer Hummerzucht aus 1995 scheint komplett verschwunden. Es verweisen nur noch ein paar digitale Restspuren auf ihn, meiner Erinnerung nach, war es wohl tatsächlich ein Versuch Hummer kommerziell zu züchten. Es bleibt in Deutschland meine einzige Spur. Nicht, dass ich es unbedingt versuchen wollte, aber die Typen hätte ich gerne mal kennengelernt, die heute irgendwo eine Thüringer verputzen und davon schwafeln, dass sie mal eine Hummerzucht ihr Eigen nannten…

Noch ein Hummer auf freiem Fuss

Mittwoch, 25. Februar 2009

George ist ein weiterer 140 Jahre alter Hummer, der aus seinem Becken in Manhattan – im City Crab and Seafood – schon im Januar 2009 befreit wurde.
hummer_george_140jahre_9kg_frei
Die Befreiung eines weiteren Hummers mit Namen Craig (story siehe hier) aus dem Halu Japanese Restaurant & Grill in Brooklyn war inspiriert durch die Freilassung von George.
Inspiriert ist vielleicht das falsche Wort, es gibt Gesetze in NY, die es verbieten Hummer über einer gewissen Größe überhaupt zu halten.
PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), eine Tierschutzorganisation, hatte sich für die Freilassung beider Lobster eingesetzt und konnte auch das Japanische Restaurant HALU überzeugen, dem alten Knaben ein neues Leben zu schenken.
Beide Restaurants sind mir vollkommen unbekannt, aber abgesehen davon, dass man Hummer nicht aus einem Restaurantbecken kauft/verspeist, sind die angebotenen Hummergerichte im City Crab and Seafood meist eine Verschandelung. Hummer mit Macaroni oder Lobster Thermidor oder Lobster Newburg überlagern den Hummergeschmack und bringen seine Einzigartigkeit nicht zur Geltung. Diese Kombination von Hummer und Käse oder Majosaucen ist ein Graus. Immerhin gibt es nicht das amerikanischste aller Lobster-Gerichte: Steak Lobster1!

  1. dazu später, das verkrafte ich heute Abend nicht mehr []

Craig ist frei, ein 140 Jahre alter Hummer

Mittwoch, 25. Februar 2009

Manche Schlagzeile (z.B. diese aus The Brooklyn Paper) muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Craig, ein Monster-Hummer von 9kg wurde freigelassen.
craig_hummer_frei
Der Koch, der sich weigerte das Tier zuzubereiten, hat damit wohl nicht nur das Tier gerettet, sondern auch viel Sympathie geerntet und nebenbei viel kostenlose Werbung erhalten. Wenn ich mir vorstelle, dass es noch mehr, vielleicht viel ältere und größere Hummer am Meeresboden gibt, dann möchte man doch tauchen lernen.

Hummer-Sammlung

Sonntag, 11. Januar 2009

Meine Hummer-Sammlung hat Nachwuchs bekommen.
Die Ausstechform vor Weihnachten war schon der Hit.
hummer_ausstechform
Nun aber gibt es auch einen Hummer-Anhänger für den Weihnachtsbaum.
Hummer als Christbaumschmuck
Isser nicht süß?