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Double Screening

Dienstag, 21. Oktober 2008


Double Screening ist der Nickname eines online Redakteurs, der unter anderem bei gulli schreibt.

Er nennt sich nach einem Programm, dessen Namen man selten hört.
Eingängigen Recherchen zufolge war Double Screening die Erfindung eines ehemaligen BKA Mitarbeiters, KHK Waldemar Kitt, der maßgeblich an der Entwicklung der Rasterfahndung beteiligt war. Dank ihm gelang 1979 die Ergreifung von RAF-Mitglied Rolf Heißler.

Waldemar Kitt

Alle Stromabnehmer in Frankfurt, die bar bezahlen, verglich er mit den gemeldeten Personen. Blieben 16 000. Minus Anzahl der Personen ohne zugelassenes KFZ blieben 1000. Minus der Personen, die Kindergeld bezogen, blieben 2.
Ein Rauschgifthändler und ein Terrorist.

Trotz der Erfolge kommt die Rasterfahndung aus der Mode und wird vom Spiegel totgeschrieben, man will keinen Überwachungsstaat in Deutschland mehr.
Kitt forscht BKA intern weiter an Möglichkeiten der Datenvernetzung.

Die Beobachtende Fahndung und die Zielfahndung, Inpol und PIOS, Fahndungsrasteroptimierung am laufenden Band.

Auch BKA intern stößt sein Datensammeln und seine spezielle Art der Auswertung zunehmend auf Schwierigkeiten, seine Methoden gelten als zu fortschrittlich und man schätzt sie als zu teuer ein. Kitt droht die Umsetzung in eine andere Abteilung.
Nach der Ermordung von John Lennon 1980, die für ihn eine Wegmarke setzt, beginnt er ein Doppelleben zu führen.
Er kann mit der Tatsache, dass es sich um die Tat eines Irren handelte, nicht umgehen.
Die RAF war ein ideologischer Feind, Chapman ein unberechenbarer Irrer.
Während er tags den braven Bürger mimt, wirft er nachts das Telefonmodem für den Appel II an.
Die Daten, die er mit nach Hause schmuggelt, dienen für die Erstellung erster Datenbanken.
In ersten Computerclubs findet er gleichgesinnte und Helfer, die ihm bei der Programmierung einer Urversion von Double Screening helfen.
Das Programm wird so gebaut, dass es sich auf die Zwischenspeicher sämtlicher ungeschützter Rechner eines Netzwerkes, verteilt. Die Programmierung sieht vor, dass es selbstständig immerfort Daten sammelt und nach vorgegebenen Kriterien auswertet.
Bei einer Anfrage des Masters, so der Plan von Kitt, kann so auf hunderte Rechner zugegriffen werden (je nach Größe des Netzwerkes).
Im Jahr 1990 wird Waldemar Kitt suspendiert.
Die Attentate auf Wolfgang Schäuble und Oskar Lafontaine hatte er beide „vorhergesagt“.
Double Screening hatte Anzeichen gefunden, die ein Attentat auf beide Politiker im Bereich des Möglichen sahen.
Beide Male zeigte er dies bei seinen Vorgesetzten an. Es wurden aber keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
Die Ermittler machen vor einer Hausdurchsuchung ihres Kollegen Kitt nicht halt.
Das sichergestellte entwendete Datenmaterial führte zu seiner Suspendierung.
Kurze Zeit später wurde er von seiner Frau als vermisst gemeldet.
Double Screening geriet in Vergessenheit. Das Programm schürft seither Daten in der digitalen und in der analogen Welt.